Warum Software-Reparatur die bessere Alternative zum Relaunch ist

Flicken statt wegschmeißen und damit nachhaltig Software entwickeln

Flicken statt wegschmeißen

Wenn es um Kleidung geht, ist es längst akzeptiert, sie zu reparieren und dann weiterzutragen, anstatt sie zu ersetzen und immer neu zu kaufen. Dieser nachhaltige Ansatz, getragen von der Idee, unnötige CO₂-Emissionen zu vermeiden, könnt ihr ebenso auf die Welt der Software-Projekte übertragen.

Alle Produktentwickler:innen kennen das: die Software hat bestimmte Probleme, sei es Performance-, Architektur-, UX- oder UI-seitig. Und was soll die Lösung sein: ein Relaunch!

Wenn auch Du ein digitales Tool entwickelst und einen Relaunch in Erwägung ziehst, denk doch erst darüber nach, Deine Software zu reparieren, anstatt sie komplett neu zu gestalten.

Nachhaltigkeit in der Softwareentwicklung

Ähnlich wie das Tragen von reparierter Kleidung die Umweltbelastung durch die Herstellung neuer Kleidung reduziert, kannst Du durch Reparieren von Software den CO₂-Fußabdruck erheblich verringern. Ein umfangreicher Relaunch bedeutet oft, dass funktionsfähiger Code weggeworfen wird, was den Aufwand und die Emissionen der Codeerstellung zunichtemacht. Das kannst Du vergleichen mit dem Verwerfen von leicht beschädigter Kleidung. Und das muss nicht immer sein, insbesondere wenn Du ressourcenschonend entwickeln willst.

Warum Reparatur besser ist als Neustart

Bei einem Relaunch würdest Du funktionierenden Code neu schreiben. Es ist an der Zeit, die Code-Wegwerfmentalität zu überdenken und stattdessen auf Code-Reparatur und -Wiederverwendung zu setzen. Die nachhaltigste Methode, ein Softwareprodukt in die Zukunft zu führen, besteht darin, die funktionierenden Teile zu behalten und nur das zu überarbeiten, was wirklich nötig ist.

Es zuerst mag befremdlich wirken, wenn ältere Softwaremodule anders aussehen als neue. Doch sollten wir nicht als Mangel, sondern als Zeichen von Nachhaltigkeit sehen. Ähnlich wie bei Kleidung, die eine Geschichte erzählt, können auch unterschiedliche Module in der Software ihre eigene Geschichte haben. Nutzende dürfen und sollen sehen, dass die Software schon eine Geschichte durchlaufen hat und mit mehr und mehr Nutzerdaten, neue Erkenntnisse kamen. Diese Erkenntnisse finden sich eben in neuen Modulen wider. Module, die keine oder wenig Iterationen durchlaufen sind, dürfen das auch zeigen.

Fazit

Für alle Produktentwickler:innen, die digitale Tools entwickeln, ist es an der Zeit, einen nachhaltigen Ansatz in der Softwareentwicklung zu verfolgen. Anstatt sich auf aufwendige Relaunches zu konzentrieren, sollten sie Code-Reparatur als umweltfreundliche und ressourcenschonende Alternative in Betracht ziehen. Genau wie reparierte Kleidung kann auch reparierte Software ein Statement für Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung setzen. In diesem Sinne – happy repairing! Und falls ihr Support dabei braucht, könnt ihr gerne auf uns zukommen.

Geschrieben von:
Lisa